AUS ♡ ZU IHREN FÜSSE

AUS ♡ ZU FÜSSEn

Was ist Podologie?


Die Aufgabe der Podologen ist es, sich um die Linderung, Verbesserung sowie Gesunderhaltung gesünder und pathologisch erkrankter Füße zu kümmern.


 Die podologische Behandlung ist überwiegend eine rehabilitative, therapeutische und präventive Behandlung am gesunden, bereits beschädigten oder von Schäden bedrohten Fuß. 


Dadurch wird die Podologie deutlich von der Fusspflege abgegrenzt. Der Beruf des Podologen zählt zu den medizinischen Heilberufen und ist ein Gesundheitsberuf.


 Dabei ergeben sich die Maßnahmen eines Podologen aus den Gebieten der Orthopädie, Chirurgie, Dermatologie und der Inneren Medizin (Diabetologie) und sind dementsprechend äußerst vielfältig.


 Sie umfassen kurative und präventive, therapeutische Pflegemaßnahmen rund um den Fuß.



Behandlungen in der Podologie – welche Methoden kommen zum Einsatz?


Grundsätzlich werden Fußhaut und Nägel bei podologischen Behandlungen mit speziellen Methoden und Hilfsmitteln durchgeführt, wie z. B.:


  • Anbringen von Nagelkorrektursystemen und Nagelkorrekturspangen
  • Behandlung oder Vorbeugung verdickter Zehennägel
  • Entlastung der Füße von Druck und Reibung durch spezielle Hilfsmittel
  • Entfernung von Hühneraugen und das Abtragen von verdickter Hornhaut


In der Podologie werden bei den Behandlungen Instrumente wie Schleifer, Fräser, Zangen und Skalpelle verwendet, aber auch Desinfektionsmittel, Tinkturen und Salben.

 Zudem können Podologen ihre Patienten auch beim Umgang mit Fußbeschwerden im Alltag beraten, etwa bei Fragen wie:


  • Was ist wichtig bei der regelmäßigen Fußpflege in Eigenregie?
  • Worauf sollte bei der Schuhauswahl geachtet werden?




Nicht selten werden die medizinische und kosmetische Fußpflege miteinander verwechselt.


 Die Hauptunterschiede bestehen in erster Linie in der Tätigkeit sowie der Ausbildungsdauer. So ist eine Ausbildung für die kosmetische Fußpflege nicht erforderlich, während medizinische Fußpfleger und Podologen eine Ausbildung über mehrere Jahre haben. Und diese Ausbildung endet mit einem staatlichen Examen.


Die kosmetische Fusspflege umfasst pflegende sowie vorbeugende Maßnahmen rund um die Füße. Die Pediküre ist ein Beispiel dafür. Unter Pediküre versteht sich das fachgerechte Schneiden und die Reinigung der Nägel an den Füßen. Weniger schöne Stellen werden abgetragen, wie zum Beispiel Hautverdickungen. Bei der kosmetischen Fußpflege spielt demnach vor allem der Wellness-Faktor die wesentliche Rolle.


Häufig genießen die Behandelten auch spezielle Massagen. Auf Wunsch wird Nagellack zur Verschönerung der Nägel am Fuß angewendet.

Demnach werden die Füße bei der kosmetischen Fußpflege gepflegt, jedoch nicht einer medizinischen Behandlung unterzogen. Das macht im Vergleich zur Podologie den wesentlichen Unterschied aus.


Die medizinische Fusspflege / Podologie kommen dagegen bei krankhaften Veränderungen an den Füßen zum Einsatz, wie z. B. bei Schlaganfallpatienten oder Diabetikern. Medizinische Fußpfleger und Podologen fokussieren sich auf die anderen Fußaspekte – nämlich die Haut- und Nägelbehandlung aus medizinischer Sicht.


Wie Sie sehen, gibt es zwischen der kosmetischen und der medizinischen Fusspflege einen klaren Unterschied, obwohl der Begriff Fußpfleger oft als Synonym für alle Fußbehandlungsformen genutzt wird.


Die Podologie wurde im sogenannten Podologengesetz im Jahr 2002 deutschlandweit geregelt. Seitdem kommen Bezeichnungen medizinischer Fußpfleger (Podologe), podologische Therapie und Podologie zum Einsatz.



Wer ist dazu befugt, eine podologische Behandlung anzubieten?


In der Regel wird die medizinische Fußpflege von ausgebildeten Podologinnen und Podologen in Angebot gestellt. Die podologischen Behandlungen sind dementsprechend in folgenden Einrichtungen möglich:


  • Krankenhäusern
  • medizinischen Versorgungszentren mit Schwerpunkt Diabetes
  • Fußambulanzen (z. B. diabetologische Praxis)
  • podologische Praxen

Wenn die Fußbeschwerden und -probleme keine ärztliche Behandlung erfordern, sind Podologen die geeigneten Ansprechpartner. Werden Hautschäden wie zum Beispiel Entzündungen oder offene Geschwüre erkannt, ist jedoch eine ärztliche Behandlung notwendig.